Russlands Zentralbank verbietet offenen Investmentfonds Krypto-Anlagen

Di 14 Dez 2021 ▪ 13h00 ▪ 3 Minuten Lesezeit - von Katharina Haas

Laut einer offiziellen Erklärung, die auf der Website der Zentralbank der Russischen Föderation (Bank Rossii) veröffentlicht wurde, schlägt die Bank einen Gesetzesentwurf vor, wonach offene Investmentfonds (Fonds) nicht in Kryptowährungen investieren dürfen. Die Bank Rossii hat bereits früher von Investitionen in solche Vermögenswerte abgeraten und dies mit deren hoher Volatilität, mangelnder Transparenz und niedriger Liquidität begründet.

Das Verbot wird auch für Instrumente gelten, deren Wert von digitalen Währungen abhängt.

Darüber hinaus schlägt die Zentralbank Russlands vor, die Liste der Vermögenswerte, in die Fonds investieren können, zu erweitern. Die erweiterte Liste wird Derivate umfassen, deren Preis von den Wertveränderungen börsengehandelter Waren abhängt.

Diese Initiativen der Bank Rossii würden nicht nur das Investitionspotenzial der Fonds erhöhen, sondern auch den Schutz der Anlegerrechte stärken, meint die Regulierungsbehörde.

Experten zufolge gibt es in Russland derzeit keine offene Investmentfonds, die Anlagen in Kryptowährungen anbieten.

Die Bank ist bereit, bis zum 27. Dezember Vorschläge und Kommentare zu diesem Entwurf anzunehmen.

Tatsächlich sorge sich die Regulierungsbehörde laut der Website currency.com über das Interesse sowohl von Privatanlegern als auch von Verwaltungsgesellschaften an dem Thema. Die Marktteilnehmer könnten leicht einen Weg finden, Krypto-Vermögenswerte auf dem grauen Markt zu erwerben, wo das Betrugsrisiko höher ist.

Bereits auf der Plenarsitzung der Staatsduma am 18. November hatte die Leiterin der russischen Zentralbank, Elvira Nabiulina, ihren Standpunkt zu diesem Thema deutlich gemacht: „Diese Kryptowährungen sind anonym, niemand ist für sie zuständig und unserer Meinung nach sollte ein verantwortungsvoller Staat ihre Verbreitung nicht fördern“.

Die von der Bank vorgeschlagenen neuen Beschränkungen sind nicht mehr beratend, sondern verpflichtend. Sie werden in Verordnungen festgelegt und betreffen alle Kategorien von Fonds. Experten vermuten, dass die Verschärfung der Anforderungen auf die steigende Zahl von Anträgen auf Registrierung von Fondsregeln zurückzuführen ist, in denen der Einsatz von Krypto-Assets oder deren Derivaten geplant ist.

Die Zentralbank verbietet nicht den Erwerb von nach russischem Recht ausgegebenen digitalen Vermögenswerten. Bislang ist jedoch keine russische Organisation berechtigt und in der Lage, diese auszugeben oder sich an ihrer Verbreitung zu beteiligen.

A
A
Katharina Haas

Als ich 2017 meine Tätigkeit in der Kryptosphere anfing, wussten 95% der Leute fast nichts davon. Ehrlich gesagt hat sich seitdem nicht viel geändert. Allerdings scheint es Licht am Ende des Tunnels zu geben. Und ich bin gerne dabei.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten, Gedanken und Meinungen gehören ausschließlich den Verfassern und sollen nicht als Investitionsberatung verstanden werden. Führen Sie Ihre eigenen Recherchen durch, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen.

Kurs und Indizes

BITCOIN (BTCUSD) 35.693,40 $ 1.72%
ETHEREUM (ETHUSD) Ξ 2.500,04 $ 3.65%
DEFI (DEFIPERP) 6.660,60 $ 5.4%
MARKETS (ACWI) 99,52 $ -1.7%
GOLD (XAUUSD) 1.834,33 $ -0.25%
TECH (NDX) 14.438,40 $ -2.75%
CURRENCIES (EURUSD) 1,13 $ 0.29%
CURRENCIES (EURGBP) 0,836850 £ 0.62%
CRUDEOIL (USOIL) 84,76 $ 0.37%
IMM. US (REIT) 2.695,42 $ -0.27%
Prozentsatz zeigt den Trend über 24 Stunden an Kryptowährungen risikofrei kaufen
Newsletter

Erhalten Sie die neuesten und besten Kryptonachrichten direkt in Ihren Posteingang