Wall Street Technologe Jerry Chan über Bitcoin (BTC)

Do 16 Dez 2021 ▪ 11h28 ▪ 3 Minuten Lesezeit - von Katharina Haas

Jerry Chan, ein Technologe der Wall Street, sprach über seine Ansichten über das Wesen von Bitcoin (BTC). Der Experte bezeichnete die erste Kryptowährung als eine Technologie, die an die zwei treibenden Kräfte Habgier und Angst appelliert und wies darauf hin, dass es zu voreilig sei zu behaupten, BTC habe die traditionellen Märkte erobert.

Chan machte sich 2012 erstmals mit BTC vertraut, las das White Paper und kaufte seine ersten Coins. Damals hatte er keine große Hoffnung, dass sich die Investition als rentabel erweisen würde.

Vor allem aber fiel ihm auf, dass das White Paper an die zwei treibenden Kräfte Habgier und Angst appelliert. Als Angestellter von Goldman Sachs kam Chan sofort zu dem Schluss, dass das BTC White Paper von jemandem verfasst wurde, der sich mit Wirtschaft sehr gut auskennt.

Hat BTC bereits die traditionellen Anlagemärkte besiegt?

Jerry Chan glaubt das nicht. Sein erstes und wichtigstes Argument ist, dass im Kapitalismus „das Spiel niemals endet“ und es daher keine eindeutigen Gewinner oder Verlierer geben kann.

Chan wies auch darauf hin, dass BTC weit davon entfernt sei, ein autarkes System zu sein. Seiner Meinung nach hat BTC wiederholt Anzeichen von Schwäche gezeigt, was dazu führte, dass die Menschen das Interesse an BTC verloren. In Zeiten solcher Misserfolge ist das Investitionsinteresse dann gezwungenermaßen durch Manipulation angeheizt worden. Dazu zählt er Tether (USDT), das seit langem neue Coins ausgibt und damit die erste Kryptowährung unterstützt.

Der Experte behauptet, dass solange das System größtenteils noch nicht illegal ist, werden die meisten Menschen, die damit reich geworden sind oder werden, es auch weiterhin nutzen. Dies zumindest bis die Aufsichtsbehörden anfangen sich einzumischen, denn dann würden viele Manipulatoren aufhören den Markt künstlich zu beeinflussen.

BTC sei nicht nur eine Kryptowährung, sondern auch eine Idee, welche dazu dient, die finanzielle und politische Dezentralisierung zu fördern. Chan bezeichnet sie jedoch als Schlagworte, die Teil einer Gehirnwäschekampagne seien. Laut Chan enthält die technische Dokumentation von BTC außerdem kein einziges Wort über Dezentralisierung.

Ein Blick auf die aktuelle Situation auf dem Kryptomarkt führt zu der enttäuschenden Schlussfolgerung, dass Jerry Chans Worte Sinn ergeben. BTC ist dem von ihm beschriebenem System in der Tat sehr ähnlich. Man darf jedoch nicht vergessen, dass auch Aktien großer Unternehmen manchmal durch staatliche quantitative Lockerung unterstützt werden müssen, damit die Wirtschaft lebensfähig bleibt und nicht zusammenbricht. Geht man davon aus, dass BTC ein finanzieller Vermögenswert ist und Kryptowährungen ein Markt sind, dann gilt das auch für sie. Wenn man sich eingehender mit den Prinzipien der Existenz des gesamten Finanzsystems befasst, kann man erkennen, dass es von primitiven Schneeballsystemen nicht weit entfernt ist.

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Katharina Haas

Als ich 2017 meine Tätigkeit in der Kryptosphere anfing, wussten 95% der Leute fast nichts davon. Ehrlich gesagt hat sich seitdem nicht viel geändert. Allerdings scheint es Licht am Ende des Tunnels zu geben. Und ich bin gerne dabei.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten, Gedanken und Meinungen gehören ausschließlich den Verfassern und sollen nicht als Investitionsberatung verstanden werden. Führen Sie Ihre eigenen Recherchen durch, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen.

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