Großbritannien betrachtet NFT als potenzielles Instrument der Finanzkriminalität

Sa 04 Dez 2021 ▪ 8h32 ▪ 3 Minuten Lesezeit - von Katharina Haas

Das Royal United Kingdom Institute for Security and Defense Research (RUSI) ermittelt die Möglichkeit der Verwendung von Non-Fungible Token (NFT) für Geldwäsche und andere Finanzkriminalität. Die Mitarbeiter der Organisation sind zuversichtlich, dass zur Reduzierung von Risiken die Einführung eines KYC-Überprüfungssystems erforderlich sei.

RUSI bring NFT in Verbindung mit Geldwäscherisiken

Das Royal United Kingdom Institute for Security and Defense Research (RUSI) wurde 1831 gegründet und gilt als das älteste Forschungszentrum der Welt. Am 2. Dezember veröffentlichte es einen Bericht über Non-Fungible Token (NFTs) sowie über ihre möglichen Anwendungen für kriminelle Finanzaktivitäten.

RUSI betont, dass NFTs am häufigsten auf Online-Plattformen für Kryptowährung gekauft werden. Digitale Assets werden ihrerseits oft dazu verwendet, um Erträge aus Straftaten zu verbergen. Der Erwerb von NFTs könnte eine der Methoden sein, welche die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden verhindern könnten. RUSI-Mitarbeiter bestehen auf der Notwendigkeit, das „Know-Your-Customer“ (KYC)-System und eine ständige Überprüfung zu implementieren, wie es bei traditionellen Auktionen und Kryptowährungsbörsen der Fall ist.

RUSI: Im Bereich NFT ist Diebstahl von Kunstwerken möglich

Das Thema der Geldwäsche durch traditionelle Kunstgegenstände wird seit Jahrzehnten heiß diskutiert. Im Juni dieses Jahres schrieb der New York Times-Reporter Graham Bowley, dass amerikanische Politiker wollen, dass die Kunstobjekte auf eine offenere Weise versteigert werden. Dadurch könnten potenzielle Risiken reduziert werden.

RUSI-Forscher kamen zu dem Schluss, dass Kriminelle auch den NFT-Markt ausnutzen können. Sie können auf Marktplätzen registrierte Benutzerkonten hacken, NFT-Kunstwerke stehlen und sie auf andere Konten übertragen. Danach können die Kriminellen das Diebesgut verkaufen und dann die erhaltenen Gelder abheben.

Die Mitarbeiter von RUSI sind aber zuversichtlich, dass die mit den NFT-Sammlungen verbundene Kriminalitätsrate minimiert werden kann. Dies würde ihrer Ansicht nach die Implementierung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) sowie einer starken Cybersicherheit erfordern. Darüber hinaus schlägt RUSI vor, ein Verzeichnis gestohlener NFTs zu erstellen, das Kopien verlorener digitaler Kunst enthalten würde.

Mal sehen, wie die Besitzer von Non-Fungible Token sowie die Handelsplattformen auf diesen Vorschlag reagieren. Wie dem auch sei, die Idee einer Liste von NFT-Kopien scheint ziemlich gut zu sein.

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Katharina Haas

Als ich 2017 meine Tätigkeit in der Kryptosphere anfing, wussten 95% der Leute fast nichts davon. Ehrlich gesagt hat sich seitdem nicht viel geändert. Allerdings scheint es Licht am Ende des Tunnels zu geben. Und ich bin gerne dabei.

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